Liebe Motorradfreunde, liebe Gäste unserer Bergstadt Zschopau,

ich würde mich freuen, Sie in der Ausstellung "Motorrad -T- räume" in den historischen Mauern des Schlosses Wildeck begrüßen zu dürfen.

Unsere Stadt, einst Wiege und Hochburg der Motorradherstellung in Deutschland, ist sehr stolz, Ihnen einen solchen schönen und repräsentativen Abriss der Historie des Zschopauer Zweitaktmotorradbaues zeigen zu können.

Als der Däne Jörgen Skafte Rasmussen im Jahr 1907 eine Maschinenfabrik im Tal der Dischau gründete, ahnte noch niemand, welch technische Meisterleistungen hier einmal entwickelt werden würden:

1915 die Konstruktion des Dampfkraftwagens unter der erstmaligen Verwendung der Bezeichnung DKW, der Zweitakt-Spielzeugmotor "Des Knaben Wunsch" 1918 bis hin zu seiner Weiterentwicklung zum Fahrradhilfsmotor "Das kleine Wunder".

1922 war dann die Sternstunde und das erste Zweitaktmotorrad wurde produziert. Damit begann der traditionsreiche Weg eines Fahrzeuges, das seinen Liebhabern mehr ist, als ein bloßes Fortbewegungsmittel, das fast schon eine Weltanschauung ist und die Leidenschaft dazu viele verbindet.

Produktionszahlen von 60.000 Stück im Jahr 1929 oder 92.000 im Jahr 1975 ließen das

Motorradwerk zeitweise zur größten Motorradfabrik der Welt werden. Weiterhin berühmt sind auch die sportlichen Erfolge auf den Maschinen aus Zschopau, die mit den Siegen der internationalen Sechs-Tage-Fahrten 1963-1967 / 1969 sowie 1987 ihren Höhepunkt erreichten.

Verschiedene Exponate geben allen Interessierten vielfältige Gelegenheit, sich über die Geschichte des Motorrades und der vielen Menschen, die daran beteiligt waren und die - wie man sagt - "Benzin" in den Adern haben, zu informieren.

Inzwischen hat sich so manches verändert, das Motorradwerk gibt es in unserer Stadt nicht mehr. Aber Zschopau verbinden auch heute noch viele Menschen mit dem Motorrad und seiner Entwicklung. Und MZ in Hohndorf schreibt inzwischen neue Geschichte.

Ich halte es deshalb für sehr wichtig, dass die Tradition gerade in unserer immer noch motorsportbegeisterten Region gebührend gepflegt wird.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die durch ihren engagierten Einsatz, ihre Ideen und ihre Leigaben zum Gelingen dieser "traumhaften" Ausstellung beigetragen haben.


Klaus Baumann
Oberbürgermeister der Bergstadt Zschopau